Kiddy Citny

Kiddy Citny | Berlin | Malerei


Die sprechenden Bilder von Kiddy Citny
Liebe und Gemeinsamkeit, Frieden und Freiheit, Sensibilität und Zärtlichkeit, Wille und Verantwortung… Kiddy Citny kommuniziert komplexe Themen mit einfachen Metaphern: „Herzgesichter", „Welt im Arm", „Königskinder"… Seine Bildwelt ist parabelhaft wie die Welt des „Kleinen Prinzen". Wenn Antoine de Saint-Exupéry in seine Bücher hineingezeichnet hat, so schreibt Kiddy Citny in seine Bilder: „You lucky star", „feel fine", „imagine & set", „2night", „dream / reality", „courage", „firewire", „JPEG", „set colours pure and free", „move on up", „EQ – IQ", „What time is love?", „einz sein", „lust – last – liebe", „L'amour toujours", „qui baisse qui"… Hieroglyphenartige Pikto- und Epigrammzeilen mäandern um Körper und Köpfe. Der Bildduktus von sprechendem Hauptmotiv und kommentierender Kulisse entspricht dem ganzheitlichen Ansatz seiner Botschaften. Der Bogen zwischen sprechender Motivik und anschaulicher Verbalisierung ist das Spannende in seinen Bildern.
Peter Fabian, Textauszug Katalog „Kiddy Citny"


Vita Kiddy Citny
Kiddy Citny (* 1957 in Stuttgart) ist Musiker und bildender Künstler sowie Autodidakt.
Citny wuchs in Bremen auf, zog 1977 nach West-Berlin, hat in Amsterdam und London (1979), in Zürich (1980), Bern (1989/90), Los Angeles (1993/94) gelebt und bis 2000 auch ein Atelier in München genutzt. Bekanntheit erlangte Citny als einer der Berliner "Mauermaler", gemeinsam mit dem Franzosen Thierry Noir und anderen. Citnys 1985 gemalten, 3,6 Meter hohen Köpfe fanden den Weg von der Mauer über Touristenfotos und Postkarten in alle Welt. Mit dem Mauerfall gelangte seine Malerei mitsamt den betonschweren Bildträgern in internationale Kunstsammlungen – so auch ins New Yorker Museum of Modern Art.
45 Mauersegmente waren es, die 1990 staatlich organisiert mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ und unter Angabe der Namen Kiddy Citny und Thierry Noir versteigert wurden. Die Citny-Gesichter waren auf dem Cover des Versteigerungskataloges zu sehen.
Eine Teilstrecke der von Citny und seinen Freunden bemalten Mauer diente Wim Wenders 1987 als Kulisse in seinem Film "Himmel über Berlin“. Für den Film-Soundtrack nahm Citny auch mit seiner Band „Sprung aus den Wolken“ (unter dem Label „FAUX PAS“) das Stück „Pas Attendre“ auf. Nach der ersten Station namens „Out“ (einem Musikprojekt mit Nina Hagen, 1980) tourte Citny mit „Sprung aus den Wolken“ – anfangs im selben Programm mit den „Einstürzenden Neubauten“ – bis 1989 durch Deutschland und die westlichen Nachbarländer. In dieser Zeit praktizierte die Citny-Crew auch die heute Crossover genannte Verknüpfung von Musik, Bewegung und Malerei in videodokumentierten Performances. Darüber hinaus zählt Citny zu den ersten Künstlern, die Bilder am Computer generierten, ihre Werke auf PC-Disketten und CD-ROMs speicherten und später auch per Internet.
Quelle: Wikipedia


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Arbeiten von Kiddy Citny in der Galerie Liebau:
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